Die Kinderbetreuungssituation im Kreis Olpe führte 1999 zur Idee der Gründung einer Kinderbetreuungsvermittlung, orientiert am Vorbild bereits bestehender Tagesmüttervereine im Erzbistum Paderborn. Initiatoren waren die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lennestadt Petra Peschke-Göbel, die damalige Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Olpe Frau Schweinsberg sowie die Vorsitzende der kfd-Frauengemeinschaften im Dekanat Elspe Hildegard Stens. Zu Beginn war sehr viel allgemeine Überzeugungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Vorerst als Projekt begann die Umsetzung der Idee mit Unterstützung und Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer/innen Gestalt anzunehmen.
Im Oktober 1999 fand die Vereinsgründung statt. Kurz darauf erfolgte die gerichtliche Eintragung und die Anerkennung als gemeinnütziger Verein.
Da Betreuungsanfragen zusätzlich aus den Bereichen Olpe und Attendorn kamen, wurden wir schon nach kurzer Zeit kreisweit tätig, aus dem Tageselternverein der kfd im Dekanat Elspe e.V. entwickelte sich der Tageselternverein der kfd im Kreis Olpe e.V.
Am 13.09.2000 erhielten wir vom Kreis Olpe die öffentliche Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe, insbesondere um die vorhandene Betreuungslücke für Kinder unter drei Jahren abzudecken.
Zum 01.01.2005 wurde zwischen dem Kreis Olpe als Träger der öffentlichen Jugendhilfe und dem Tageselternverein eine Vereinbarung über die Förderung von Kindern in Tagespflege geschlossen. Ein Auszug aus dem Inhalt: "Die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Trägern der Jugendhilfe ist unabdingbare Voraussetzung für die Sicherung eines pluralen Angebots. [...] Vornehmlich durch die Arbeit aller Dienste in diesem Bereich kann ein Pool an freien Tagespflegestellen kreisweit vorgehalten, gemeinsam genutzt und der Bedarf an Tagesbetreuung adäquat gedeckt werden.
In den folgenden Jahren bildeten sich zahlreiche Kooperationspartnerschaften mit den neu gebildeten Familienzentren sowie die Partnerschaft mit der Katholischen Bildungsstätte Olpe, mit deren Hilfe seither die Qualifizierungskurse für angehende Tagespflegepersonen organisiert werden.
Seit 2010 wird die Arbeit des Tageselternvereins durch das Aktionsprogramm Kindertagespflege gefördert, einem Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.